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Die 5c kartiert die Altstadt mit dem Handy


Welche Art von Geschäft befindet sich wo in der Landshuter Innenstadt? Dieser Frage gingen Schülerinnen und Schüler der Klasse 5c im Fach Geographie nach. Allerdings kartierten sie nicht mehr – wie bis vor wenigen Jahren noch üblich – mühsam mit Stift und Karte, sondern mit dem Handy.

Bereits im Vorfeld hatte sich die Klasse Gedanken gemacht, in welche Gruppen die Gebäudenutzung der Landshuter Altstadt eingeteilt werden konnte, und so wurde schließlich ein Fragebogen mit Kategorien wie z.B. Bekleidung & Schuhe, Uhren & Schmuck, Reisebüro, Eisdiele & Cafe, Imbiss und Banken entworfen. Dieser wurde in eine Fragebogen-App gestellt, die sich einige Schüler auf ihre Smartphones geladen hatten.

An einem sonnigen Dienstag ging es dann nicht ins Klassenzimmer, sondern in die Altstadt. Dort sammelten die Schülerinnen und Schüler dann Informationen zur Nutzung der Gebäude, aber auch zum Zustand der Fassade. Zusätzlich konnten die Schülerinnen und Schüler Fotos von den Gebäuden machen, was sich vor allem bei der Auswertung der Kategorie „Sonstiges“ und bei der Bewertung der Fassaden als nützlich erweisen sollte. In kleinen Gruppen und mit dem Smartphone ging dies sehr schnell; immer wieder kehrten die Gruppen zum Treffpunkt vor dem Rathaus zurück, um ja noch einen neuen Straßenabschnitt zugeteilt zu bekommen, bevor auch die letzten vergeben waren. So blieb sogar noch ausreichend Zeit, um an der Schule die erhobenen Daten in das Computerprogramm ArcGIS zu laden. Da die Fragebogen-App mit Hilfe der GPS-Funktion die Information zu jedem Gebäude mit dem Ort verknüpfte, an dem die Schülerinnen und Schüler die Daten eingaben, konnte dieses Programm die Nutzung aller erhobenen Gebäude kurzerhand auf einer gemeinsamen Karte darstellen. Bereits dies fand die Klasse ziemlich beeindruckend.

In der nächsten regulären Unterrichtsstunde erfolgte dann die gemeinsame Nachbearbeitung der Karte. So mussten aussagekräftige Signaturen für die einzelnen Kategorien gewählt (z.B. ein Euro-Zeichen für eine Bank) und in ihrer Größe angepasst werden, sodass sich auch ein optisch schnell verständliches Bild ergab. Großen Spaß hatte die Klasse dann bei der Analyse der Karte. Dabei stellten die Schülerinnen und Schüler verschiedene Nutzungen isoliert dar. Eine Schülerin filterte die Gebäudenutzung nach „Bekleidung & Schuhe“ und „Banken“, damit man feststellen konnte, ob bei jedem Bekleidungsgeschäft auch eine Bank in ausreichender Nähe ist… Zudem verglichen die Gruppen die Fotos, die sie von den Gebäuden gemacht hatten, und die bei Mausklick auf das jeweilige Gebäude erschienen, mit ihren Einschätzungen zum Zustand der Gebäudefassaden, was auch für Diskussionen unter den Schülern sorge.

Abschließend kann festgehalten werden, dass das Smartphone in der Schule durchaus seine Berechtigung hat – wenn es denn sinnvoll eingesetzt wird. Diese Meinung teilten auch die Schülerinnen und Schüler der Klasse 5c, die in ihrer Rückmeldung den Spaß an der Verwendung des Handys bei dem Geographie-Projekt betonten. Außerdem merkten viele Schülerinnen und Schüler auch zurecht an, dass das Handy die Gruppenarbeit erleichterte und zusammen mit dem Programm ArcGIS wiederum ermöglichte, die Ergebnisse der verschiedenen Gruppen schnell und problemlos zu bündeln. Schließlich erlernten die Schülerinnen und Schüler Grundlagen im Umgang mit einem GIS-Programm, sodass sich so mancher am Schluss wie ein „kleiner Experte“ fühlte.

Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 5c führen die erstelle Karte übrigens gerne am Schulfest im Raum 1.0.41 (an der Saftbar) vor und zeigen auf Wunsch sicher auch gerne ein paar Filterfunktionen – wenn man z.B. wissen möchte, wo man in der Landshuter Altstadt essen gehen und im Anschluss noch ein Eis schlecken kann…

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