Förderangebote

Flexibilisierungsjahr

Schülerinnen und Schüler mit Bedarf an zusätzlicher Lernzeit und Unterstützung haben die Möglichkeit, die Jgst. 8, 9 und 10 in zwei Schuljahren zu absolvieren. 
Zielgruppe: Ein Flexibilisierungsjahr wendet sich an Schülerinnen und Schüler, die 

  • Lernrückstände aufweisen und ihre Lücken schließen möchten, 
  • die zusätzliche Zeit für die Entwicklung ihrer Begabungen benötigen, 
  • die mehr Zeit für schulische und außerschulische Aktivitäten brauchen, 
  • die eine besondere Schullaufbahn haben, z. B. mit Auslandsaufenthalt oder Schulwechsel.

Flexibilisierungsjahr Variante 1

Bei dieser Form kann sich ein Schüler nach dem Bestehen der Jahrgangsstufen 8, 9 oder 10 dafür entscheiden, die bestandene Jahrgangsstufe zu wiederholen. 
Dabei kann die Wochenstundenzahl um maximal 6 (in Jgst. 10 auch 8) Wochenstunden reduziert werden. Die Entscheidung, in welchen Fächern vom Unterricht befreit wird, liegt weitgehend in der Verantwortung der Schule; Kernfächer können mit Ausnahme der Jgst. 10 grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden.

Die Vorrückungserlaubnis aus dem ersten Durchgang bleibt erhalten. Der Schüler erhält am Ende des Flexibilisierungsjahres eine schriftliche Information über das Notenbild in den besuchten Fächern, jedoch kein Jahreszeugnis.

Flexibilisierungsjahr Variante 2

Bei dieser Form kann sich ein Schüler am Ende der bestandenen Jahrgangsstufe 7 oder 8 dafür entscheiden, die folgende Jahrgangsstufe 8 bzw. 9 in zwei Schuljahren zu durchlaufen (Teiljahrgangsstufen 8.1 und 8.2 bzw. Teiljahrgangsstufen 9.1 und 9.2). In beiden Teiljahrgangsstufen kann die Wochenstundenzahl jeweils um maximal 6 reduziert werden; Kernfächer können mit Ausnahme der Jgst. 8 (neu einsetzendes Kernfach in 8.1) nicht ausgeschlossen werden. Die  Vorrückungsentscheidung  wird  am  Ende  beider  Teiljahrgangsstufen  getroffen.  Dabei  werden  die  in 
beiden Teiljahrgangsstufen erreichten Leistungsnachweise berücksichtigt. Der Schüler erhält am Ende der Teiljahrgangsstufe 8.1 bzw. 9.1 ein Zwischenzeugnis.

Rechtliche Rahmenbedingungen

Die Inanspruchnahme eines Flexibilisierungsjahres setzt das Bestehen der bisher besuchten Jahrgangsstufe voraus. 
Die Entscheidung über die Nutzung eines Flexibilisierungsjahres wird am Ende der Jgst. 8, 9 oder 10 im Falle der Variante 1 bzw. am Ende der Jgst. 7 oder 8 im Falle der Variante 2 getroffen. Es ist aber auch 
möglich,  in  die  nächsthöhere  Jgst.  vorzurücken  und  dann  bis  spätestens  zwei  Wochen  nach  Ende  des Schulhalbjahres in die vorhergehende Jgst. im "Flexibilisierungsmodus" zurückzutreten. 
Der Entscheidung muss ein Beratungsgespräch an der Schule vorausgehen. Die Schüler besuchen weiterhin eine reguläre Klasse ihrer Sprachenfolge und ihrer Ausbildungsrichtung. 
Soweit die Schule ergänzenden (Förder-)Unterricht anbietet, ist dessen Besuch verpflichtend. Ein Flexibilisierungsjahr kann unabhängig von der Variante nur einmal in Anspruch genommen werden. 
Die Belegung eines Flexibilisierungsjahres wird nicht auf die Höchstausbildungsdauer angerechnet. Die bisherigen Möglichkeiten des Wiederholens einer Jahrgangsstufe (Pflichtwiederholung, freiwilliges 
Wiederholen) bestehen unverändert weiter.

Prinzip Eigenverantwortung

Der Schüler nimmt im Flexibilisierungsjahr an Fördermaßnahmen teil, die im Rahmen des schulischen Konzepts angeboten werden (siehe oben); die Teilnahme ist verpflichtend. Eine wesentliche Voraussetzung für den Erfolg wird dabei sein, dass die Schüler motiviert, ernsthaft und zielgerichtet daran arbeiten, Defizite abzubauen, Lücken zu schließen und ein solides Fundament für die weitere Schullaufbahn zu legen. Dies gilt  für  fachliche  Inhalte,  methodische  Kompetenzen  und  nicht  zuletzt  für  die  persönliche  Einstellung  zu Unterricht  und  häuslicher  Vor-  und  Nachbereitung.  Um  die  hiermit  verbundene  Eigenverantwortung  bewusst zu machen, werden nach den vorgeschriebenen Beratungsgesprächen schriftliche Vereinbarungen mit den Schülern und ihren Eltern geschlossen. Die enge Zusammenarbeit mit den Eltern ist gerade im Bereich der individuellen Lernzeit und des Flexibilisierungsjahres von großer Bedeutung.


Fallbeispiele

Beispiel 1:
Bei einem Schüler in Jgst. 7 zeigen sich Lücken in einzelnen Fächern. Auf Wunsch der Eltern findet ein Beratungsgespräch mit einer Beratungslehrkraft des Hans-Leinberger-Gymnasiums über die Möglichkeiten und Folgen des Flexibilisierungsjahres statt.
Nachdem der Schüler die 7. Klasse bestanden hat und in die 8. Klasse vorrücken darf, entscheiden sich die Eltern und der Schüler für das Flexibilisierungsjahr in Variante 2 und stellen einen schriftlichen Antrag.
In den nächsten beiden Schuljahren absolviert der Schüler die 8. Jgst. in einer regulären Klasse, aber mit reduzierter Fächeranzahl und reduzierter Wochenstundenzahl. In diesen beiden Jahren schließt der Schüler seine Lücken. Wenn er die zweijährige 8. Jahrgangsstufe erfolgreich durchlaufen hat, kann er in die 9. Jahrgangsstufe aufsteigen. Die 9. und die folgenden Jgst. werden jeweils in einem Schuljahr durchlaufen.

Beispiel 2:
Bei einer Schülerin in Jahrgangsstufe 9 zeigen sich Lücken in einzelnen Fächern. Auf Wunsch der Eltern findet ein Beratungsgespräch mit einer Beratungslehrkraft des Hans-Leinberger-Gymnasiums über die Möglichkeiten und Folgen des Flexibilisierungsjahres statt.
Nachdem die Schülerin die 9. Jahrgangsstufe bestanden hat, entscheiden sich die Eltern und die Schülerin für das Flexibilisierungsjahr in Variante 1 und stellen einen schriftlichen Antrag.
Im nächsten Schuljahr bleibt die Schülerin in Jgst. 9 und besucht eine reguläre Klasse, aber mit reduzierter Fächeranzahl und reduzierter Wochenstundenzahl.
In diesem Schuljahr schließt die Schülerin ihre Lücken. Unabhängig von ihren Leistungen darf die Schülerin im nächsten Schuljahr in die 10. Jgst. aufsteigen. Die 10. und alle folgenden Jgst. werden jeweils in einem Schuljahr durchlaufen.

 

Individuelle Förderung

Auch in diesem Schuljahr können Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 8 bis 10 gefördert werden, bei denen Förderungsbedarf besteht bzw. die ein Flexibilisierungsjahr machen. Ein Team bestehend aus pädagogischen Mentoren und Fachmentoren kümmert sich um die besonderen Belange dieser Schüler.

Die pädagogischen Mentoren unter der Leitung von Herrn Steer (Direktorat) sind die erste Anlaufstelle für Schüler und Eltern und analysieren die Lernausgangslage der Schüler. Im Anschluss begleiten die Fachmentoren die Schülerinnen und Schüler individuell in den jeweiligen Kernfächern, unterstützen sie und stellen bei Bedarf zusätzliche Arbeits- und Übungsmaterialien bereit. Hierbei findet keine Schulaufgabenvorbereitung statt. Vielmehr sollen bestehende Lücken in den Grundlagen geschlossen werden, z.B. durch Methodentraining und Grundwissensaufgaben.

Die Teilnahme am Mentorenprogramm ist grundsätzlich freiwillig. Eine wichtige Voraussetzung für das erfolgreiche Gelingen der Förderung sind allerdings Einsatzbereitschaft und Arbeitsdisziplin der zu fördernden Schülerinnen und Schüler. In diesem Zusammenhang steht auch das Bewerbungsschreiben, das die Schülerinnen und Schüler vor Beginn der Förderung verfassen und in dem sie ihre Gründe für die gewünschte Förderung darlegen.

Weitere Informationen zur Individuellen Lernzeit am Gymnasium können auch unter www.km.bayern.de/individuelle-lernzeit-gymabgerufen werden.

Für Informations- und Beratungsgespräche stehen Ihnen das ganze Mentorenteam sowie die Schulleitung gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen 

Das Mentorenteam des HLG

Sprachbegleitung

Was bedeutet „Sprachbegleitung“?

Das Projekt „Sprachbegleitung“ fördert Schüler der Unterstufe in kleinen Gruppen im Verständnis und Gebrauch der Bildungs- und Fachsprache. Dabei geht es nicht hauptsächlich um das Fach Deutsch, sondern um den kompetenten Einsatz von Sprache in allen Fächern am Gymnasium.

Schwerpunkte - Leitfach Deutsch in Jgst 5:

  • Lesestrategien
  • Wortschatzarbeit
  • Satzstrukturen
  • Mündliches Erzählen und Beschreiben
  • Sprachspiele und Zeitungsarbeit

Schwerpunkte - Leitfach Mathematik in Jgst 5:

  • Sprachliche Ausdrucksmittel zur Darstellung mathematischer Sachverhalte
  • Einüben der Fachsprache
  • Hinführung zur Symbolsprache der Mathematik

Schwerpunkte - Leitfach Geschichte in Jgst 6:

  • Präsentieren
  • Schriftliches Zusammenfassen
  • Mündliches und schriftliches Argumentieren
  • Fachspezifische Methoden bei der Entnahme von Informationen


Für wen ist die Sprachbegleitung gedacht?

Das Angebot richtet sich an Schülerinnen und Schüler, die Schwierigkeiten im Gebrauch der Bildungssprache sowie bei deren Umsetzung im schriftlichen Bereich haben. Auch kann der Übertritt von der Grundschule zum Gymnasium erleichtert werden.


Anmeldung

Bei Interesse kann die Anmeldung für die fünften Klassen schon bei der Einschreibung Ihres Kindes an unserer Schule erfolgen.

Inklusion

Seit vielen Jahren ermöglichen wir allen Schülerinnen und Schülern mit gymnasialer Eignung die Teilnahme am Unterricht. Es spielt grundsätzlich keine Rolle, ob jemand schlecht sieht, schlecht hört, in seiner Beweglichkeit eingeschränkt ist oder andere besondere Anforderungen hat.

In sehr vielen Fällen ist es uns gelungen, durch organisatorische Maßnahmen, durch Nachteilsausgleich oder Notenschutz dazu beizutragen, dass diese Schülerinnen und Schüler eine faire Chance auf Teilhabe erhalten. Ein Team von Lehrkräften steht zur Unterstützung und Förderung zur Verfügung.

Wenn Sie Fragen zur Inklusion am HLG haben, können Sie sich vertrauensvoll an die Schulleitung wenden.

Begabtenförderung

Definition Hochbegabung:
„Hochbegabung“: Zusammenspiel mehrerer Begabungsgebiete auf sehr hohem Niveau. Dabei steht eine außergewöhnlich hohe Intelligenz im Vordergrund.
„Besondere Begabung“: hervorragende Fähigkeiten in einzelnen Bereichen (z. B. mathematisch, künstlerisch, handwerklich, sportlich etc. begabt)
„Hochleistung“: ausschließlich die tatsächlich erzielte Leistung einer Person, unabhängig von ihrer Begabung
→ Hochbegabung ≠ Hochleistung!
Hochleister erzielen hervorragende Leistungen, müssen deshalb aber nicht hochbegabt sein. Hochbegabte können umgekehrt auch den Übertritt auf das Gymnasium nicht schaffen bzw. schlechte Schulleistungen erzielen (sogenannte Minderleister oder Underachiever).
 
Faktoren für schulische Leistungen (neben Intelligenz):
Lernverhalten – Motivation – Konzentrationsfähigkeit – familiäre Situation – Peergroups
 
Anzeichen von Hochbegabung / Checklisten:

  • außergewöhnlich gute Beobachtungsgabe
  • Interesse an Büchern, die über die Altersstufe deutlich hinausgehen
  • hohes Detailwissen in einzelnen Bereichen
  • Langeweile bei Routineaufgaben
  • Individualismus
  • Neigung, schnell über Situationen bestimmen zu wollen
  • kritische Fragestellung
  • großer Wortschatz, Eloquenz
  • geringe Frustrationstoleranz


Das Mentorenkonzept am HLG sieht Folgendes vor:

  • der Schüler wählt sich einen Mentor in gegenseitigem Einvernehmen
  • zu verabredeten Zeitpunkten (z.B. einmal im Monat) findet ein Schülergespräch statt
  • auf Wunsch bietet der Mentor auch den Eltern ein Gespräch an
  • alle Kollegen, die den Schüler unterrichten, können sich an den Mentor wenden

    Im Bereich der Spitzenförderung:
  • Kenntnis von Förderangeboten/-programmen, Stipendien
  • Unterstützung bei der Teilnahme an Wettbewerben
  • Wege an die Hochschule (z.B. Unterstützung bei Bewerbungen Universität/Assessment-Center; Planung und Begleitung eines Frühstudiums; Angebote der Universitäten)
  • Hinweis auf Ferienseminare / Forschungsprojekte / besondere Schulformen
  • Anregung zum selbständigen Studium / Unterstützung der persönlichen Interessen
  • soziale Unterstützung

    Aufgabenbereiche des Mentors:
  • Information sowie Begleitung/Beratung von Eltern, Schülern, Kollegen                                          
  • Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern
  • ggf. Bildung regionaler Netzwerke
  • Entwicklung eines Förderkonzepts

Berichte von Ferienseminaren: F. Muck J. Schneider A. Koch

Tutoren


Seit vielen Jahren engagieren sich Jugendliche der Jahrgangsstufen 9 bis 12 auf freiwilliger Basis ehrenamtlich und verantwortungsvoll als Tutoren für die Schülerinnen und Schüler. Nach dem Motto „Schüler für Schüler“ sind sie Ansprechpartner und wichtige Bezugspersonen für die „Neuen“, um sie beim Wechsel und der Umstellung von der Grundschule zum Gymnasium zu unterstützen.

Tutoren Im SJ 17/18
Die Tutoren im Schuljahr 2017/18

Die Tutoren gestalten eine Vielzahl von Aktivitäten für und mit ihren Schützlingen, wie z.B.

  • Schulhausrallye
  • Begrüßungsnachmittag (zusammen mit Eltern und Geschwistern)
  • Tutorennachmittage mit Kinobesuch, Bowling, Schlittschuhlaufen etc.
  • Nikolausaktion
  • Faschingsparty
  • Osteraktion
  • Anti-Cybermobbing-Projekt
  • Sport- und Spielefest (zusammen mit Eltern und Geschwistern)

Darüberhinaus übernehmen die Tutoren verschiedene Aufgaben während des Schuljahres, wie z.B.

  • Adventskranz binden
  • Christbaum schmücken
  • Verköstigung beim Vorlesewettbewerb
  • Informationsstand beim Tag der offenen Tür
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