MINT

Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik

Kenntnisse mathematisch-naturwissenschaftlicher Zusammenhänge sind eine wesentliche Grundlage für eine verantwortungsbewusste Auseinandersetzung mit wissenschaftlich-technologischen sowie wirtschaftlichen und damit auch gesellschaftlichen Entwicklungen in Gegenwart und Zukunft. Gleichzeitig werden in diesen Fächern Qualifikationen erworben und Grundlagen gelegt für zahlreiche Berufsfelder im MINT-Bereich, in dem deutlicher Fachkräftemangel herrscht. Zweifelsohne braucht der erfolgreiche Wirtschaftstandort Deutschland qualifizierte MINT-Nachwuchskräfte.

Im Rahmen seines naturwissenschaftlich-technologischen Profils hat das Hans-Leinberger-Gymnasium insbesondere folgende Zielsetzungen:

  • Förderung des Interesses der Kinder und Jugendlichen für Naturwissenschaften und Technik,
  • Aufbau naturwissenschaftlicher Kompetenzen, gerade auch im experimentellen Bereich,
  • Weiterentwicklung eines niveauvollen, anschaulichen und lebendigen Unterrichts,
  • Kooperation mit externen Partnern, insbesondere Unternehmen und Hochschulen,
  • Sicherung einer langfristig positiven Einstellung der Jugendlichen zu Naturwissenschaften und Technik.

Das am Hans-Leinberger-Gymnasium bestehende MINT-Konzept orientiert sich an obigen Zielsetzungen; es wird regelmäßig evaluiert und weiter entwickelt.

Wesentliche Bestandteile dieses Konzepts werden nachfolgend dargestellt.

MINT und die drei Ausbildungsrichtungen am HLG

Zum Erreichen einer verantwortungsbewussten Auseinandersetzung unserer Schüler(innen) mit wissenschaftlich-technologischen Entwicklungen in Gegenwart und Zukunft setzt das HLG auf individuelle Lernwege, die Förderung eigenständiger und eigentätiger Arbeit sowie auf Einblicke in Berufsfelder und aktuelle Forschungsprojekte für die Schüler aller drei am HLG wählbaren Ausbildungsrichtungen.

Die Vielfalt des HLG stellt somit eine Stärke dar, durch die Schüler jeder Ausbildungsrichtung gerade auch im MINT-Bereich besonders gefördert werden können.

  • 3 Ausbildungsrichtungen:
    - sprachliches Gymnasium (SG)
    - naturwissenschaftlich-technologisches Gymnasium (NTG)
    - wirtschaftswissenschaftliches Gymnasium (WWG)
  • facettenreiche Wahlunterrichte und Arbeitsgemeinschaften
  • differenzierte Förderangebote
  • zahlreiche Schulprojekte
  • bereichernde Kooperationen mit externen Partnern und Schulen auch im Ausland

Der am Hans-Leinberger-Gymnasium fest verankerte sprachsensible Unterricht verbindet die Kenntnisse mathematisch-naturwissenschaftlicher Zusammenhänge mit einer fachlich korrekten Ausdrucksfähigkeit.

MINT und die naturwissenschaftliche Ausbildungsrichtung

Am HLG besucht rund die Hälfte der ca. 1100 Schülerinnen und Schüler das naturwissenschaftlich- technologische Gymnasium. Für diese Kinder und Jugendlichen wurde ein über die Jahrgangsstufen hinweg durchgängiges Konzept mit intensiver MINT-Ausrichtung entwickelt:

  • Das Fach Natur und Technik führt die Schüler(innen) in der Unterstufe altersgemäß an die Naturwissenschaften heran; bereits hier wird durch die Teilung von Klassen in Jgst. 5 das eigenständige Experimentieren der Schüler(innen) gefördert.
  • Eine besondere Stärkung erfahren die Naturwissenschaften in den Jgst. 5 und 6 durch die „Forscherwerkstatt“.
  • Das Profilfach Chemie wird ab Jgst. 8 unterrichtet.
  • Zusätzliche Profilstunden in Chemie und Physik mit geteilten Klassen werden für das naturwissenschaftliche Experimentieren der Schüler(innen) in der Mittelstufe verwendet.
  • Der MINT-Bereich wird durch das Einsetzen des Faches Informatik ab Jgst. 9 erweitert.
  • Ein großes Angebot an betreuten Wettbewerben fördert insbesondere begabte Schüler(innen).
  • In der Oberstufe finden die Schüler(innen) ein breites naturwissenschaftliches Kursangebot vor; neben den einzelnen Naturwissenschaften können sie u. a. Biophysik, Astrophysik, Informatik oder das Biologisch-chemische Praktikum wählen.
  • Ein breit gefächertes Angebot an P- und W-Seminaren im MINT-Bereich stärkt die naturwissenschaftlichen Kompetenzen und gibt gute Einblicke in entsprechende Berufsfelder.

MINT und die Förderung für Mädchen (junge Frauen) und Buben (junge Männer)

  • Jedes Jahr werden Initiativen und Voraussetzungen für die Veranstaltungen des „Girls´- und Boys´- Day“ geschaffen.

MINT und die strukturellen Voraussetzungen am HLG

Die Schüler des Hans-Leinberger-Gymnasiums können eine optimale MINT-Förderung erhalten, weil,

  • nach der Generalsanierung alle Fachräume und Klassenzimmer mit modernster Ausstattung aufwarten
  • die Lehrkräfte z. B. an Angeboten von Fibonacci, SINUS, DELTA-Plus, HoriZONTec und Veranstaltungen des Netzwerk MINT-EC teilnahmen bzw. teilnehmen und somit stetig ihre Kenntnisse und Fertigkeiten erweitern bzw. vertiefen.

MINT und die Vielfalt am HLG

  • Überdurchschnittlich viele, von Lehrkräften geförderte und begleitete Wahlunterrichtskurse sowie Wettbewerbsangebote haben bereits zahlreiche Sieger auf Kreis-, Bezirks- und Bundesebene hervorgebracht.
  • Jährlich ermöglicht es das HLG mehreren Schülern, die auf Grund besonderer Leistungen auf sich aufmerksam gemacht haben, an speziellen externen Fördermaßnahmen teilzunehmen.
  • Durch regelmäßige außerschulische Veranstaltungen werden Einblicke in die mathematische, naturwissenschaftliche und informationstechnologische Berufs- und Studienwelt bzw. in aktuelle Forschungen aus dem MINT-Bereich gewährt.
  • Orientierungshilfen für die genauere Berufswahl bzw. Studienwahl werden durch Kooperationen mit Assessment-Center verschiedener Firmen bzw. der Bundesagentur für Arbeit gewährleistet.

Beispiele aus Wahlunterricht und gesondertem Unterricht

  • Experimente antworten
  • Forscherwerkstatt/Forscherklassen
  • Medientechnik
  • Robotik
  • Schulgarten / Naturforscher
  • Biochemische-Praktikum
  • Biophysik
  • Astrophysik

Beispiele aus den Wettbewerben

  • Biber-Wettbewerb
  • Bundeswettbewerb Informatik, Mathematik, Physik
  • Mathematikolympiade Bayern
  • Experimente antworten
  • Geo-Tag der Artenvielfalt
  • Intel Leibniz Challenge
  • Internationale JuniorScienceOlympiade und Internationale Mathematikolympiade
  • Jugend forscht / Schüler experimentieren
  • Känguru der Mathematik
  • Naboj-Mathewettbewerb
  • Nanotechnologie
  • Robotik Wettbewerb in Zusammenarbeit mit Studenten der FH Landshut
  • World Robot Olympiad

Beispiele für Stipendien und Begabtenförderung

  • Deutsche Schülerakademie (10./11. Jgst.)
  • Ferienseminare für hochbegabte Schüler in Passau (11. Jgst.)
  • Frühstudium (ab 10. Jgst.)
  • Naturwissenschaftliche Camp Niederbayern (Jgst. 6)
  • Talentwerkstatt Niederbayern (9. und 10. Jgst)

Beispiele von Kooperationen

  • Landshuter Umweltzentrum e.V.
  • Bund Naturschutz
  • Schülerlabor der Universität Regensburg (Gentechnik)
  • Zentrum für Umwelt und Kultur in Benediktbeuern
  • Sternenfreunde Furth e.V.
  • Fachhochschule Landshut (Fakultäten Maschinenbau und Informatik) → Juniorhochschultage des HLG

Zusammenfassung

Das Hans-Leinberger-Gymnasium bietet seinen Schülern ein überaus breites Angebot an Wahlmöglichkeit sowohl hinsichtlich der unterschiedlichen Ausbildungsrichtungen, als auch an Wahlunterricht sowie Wettbewerben. Die herausragende Förderung der Schüler in den MINT-Fächern ist zwar besonders im NTG-Zweig gegeben. Jedoch ist das MINT-Konzept derart gestaltet, dass sich alle Schüler der unterschiedlichen Ausbildungsrichtungen an den angebotenen Fördermöglichkeiten beteiligen können. Die ganzheitliche Betrachtung der MINT-Förderung ist auch an der Beteiligung der Aspekte aus dem sprachsensiblen Unterricht zu erkennen:

  • Kompetenzorientierter Unterrichtsmethoden werden in den MINT-Fachschaften gefordert und gefördert
  • Geteilte Klassen im Naturwissenschaftlichem Arbeiten sowie in den Profilstunden Chemie und Physik
  • Wahlunterrichte, Individuelle Förderprogramme, Wettbewerbe und Arbeitsgruppen fördern den Forscherdrang
  • Kooperationen mit Firmen und Einrichtungen, Exkursionen zu Betrieben und die Teilnahme an Wettbewerben ermöglichen genügend Praxiserfahrungen
  • Frühstudium, Praktika und Workshops gestatten eine berufliche Orientierung

Das HLG stellt in der Region die größte Schule dar. Sie hat mit drei verschiedenen Ausbildungsrichtungen und mehreren Fremdsprachen eine große Auswahlmöglichkeit. Die Entscheidung der Schüler für sog. MINT-Berufe findet meist erst in der Oberstufe statt. Die Schüler aller Ausbildungsrichtungen haben durchgehend die Möglichkeit eine positive Verbindung zu den MINT-Fächern aufzubauen und zu bewahren:

  1. In der Unterstufe wird die Neugierde zum Forschen geweckt.
  2. In der Mittelstufe bleibt MINT durch das große, zusätzliche Aktivitätsangebot für alle zugänglich.
  3. In der Oberstufe werden verstärkt MINT-Berufe einschließlich notwendiger Ausbildungen dafür vorgestellt.

Mit diesen Maßnahmen kann den Schülern verdeutlicht werden, dass die Fächer Mathematik, Physik, Informatik, Biologie und Chemie an der Schule Spaß machen können und eine verstärkte Konzentration darauf später eine lukrative Auswahl an Berufen ermöglicht.

net;h-l-g;sekretariat