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Antike zum Greifen nah


Sechstklässler auf den Spuren der Römer in Regensburg

Die Projekttage für die 6. Klassen mit Latein als zweiter Fremdsprache stehen am HLG ganz im Zeichen der römischen Antike. Die Schülerinnen und Schüler verbringen traditionell einen Tag in Regensburg, bevor sie sich am zweiten Tag an der Schule selbst in diversen Workshops mit der römischen Kultur aktiv auseinander setzen. 

In Regensburg, dem einstigen „Castra Regina“, wanderten die beiden Lateinklassen mit ihren Lehrerinnen Eveline Sedlmaier und Carola Braun an der ehemaligen Legionslagermauer entlang. Viele Versatzstücke der Mauer sind noch gut erhalten und entsprechend in Stand gesetzt. So stießen die Schüler gleich in Bahnhofsnähe an der Südostecke des ehemaligen Legionslagers auf Zeugnisse aus der Römerzeit. Ein ganz besonderer Fundort sind Teile einer Mauer in der Tiefgarage am Dachauplatz, wo mit ansprechenden Schautafeln und einem interaktiven Film die Aufmerksamkeit der jungen Lateiner weiter stieg. Am Donaumarkt, wo das kürzlich errichtete Museum der Bayerischen Geschichte grüßt, konnten die Leinberger Steine aus der Römerzeit von Resten aus dem Mittelalter unterscheiden.  Ein ganz besonderes Highlight war das erst zu Ostern neu eröffnete „document Porta Praetoria“: Eine Stadtführerin erklärte dort die Bedeutung des Wahrzeichens von Regensburg, das zur Abschreckung vor den Germanen an der Nordseite des Lagers errichtet worden war. Im Innenraum des sanierten Turms kann man sich ein Bild von dem fast 2000 Jahre alten Tor machen. Dies unterstützen ein informativer Film und ein digitaler Römer. 

Ein weiteres Ziel der Gruppen war das Museum am Dachauplatz, wo die jungen Lateiner mit Hilfe von interaktiven Arbeitsblättern die Römerausstellung erkundeten. Hier gilt es wunderschöne Funde wie Schmuck aus römischen Gräbern, kostbare Keramik, Geschirr mit vielen Verzierungen, Statuen und Steintafeln genau zu betrachten. Zudem machte es besonders Spaß, sich römische Kleidung anziehen und am eigenen Leib testen zu können, wie sich ein römischer Soldat in voller Rüstung gefühlt haben muss. Römische Spiele liegen zum Ausprobieren bereit, Tafeln informieren über Alltag und Freizeit, Militärwesen, Geld und Handel, Leben in der Provinz, römische Wohnkultur und römisches Essen. 

Nach diesen Vorinformationen engagierten sich die Sechstklässler am nächsten Tag begeistert in den Workshops. Eine Gruppe kochte römische Leckereien, die auch am Schulfest den Gästen des Römermuseums präsentiert werden und alljährlich reißenden Absatz finden. Andere versuchten sich am Sportplatz als Olympioniken und versuchten sich in den antiken Sportdisziplinen wie Speerwurf und Diskuswerfen. Zudem war es möglich, antike Erfindungen nachzubauen und auszuprobieren, was sich als gar nicht einfach erwies. In einem Film sind die Versuche der Nachwuchswissenschaftler festgehalten, der bald auf der Homepage des HLG zu sehen sein wird.

Durch die kleine zweitägige Zeitreise hatten die Sechsklässler die Möglichkeit, sich auf die nahen Ferien einzustimmen und gleichzeitig die zweite Fremdsprache Latein von einer ganz anderen Seite kennen zu lernen.

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