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Projekt gegen Antisemitismus


Im Rahmen der Teilnahme am Schülerwettbewerb der Bundeszentrale für politische Bildung hatte die Klasse 10 Ethik die Aufgabe, sich mit Experten über das Thema Jüdisches Leben in Deutschland und Antisemitismus auszutauschen. Bei einem Videogespräch mit Frau Kerstin Baur, Bildungsbeauftragte des Jüdischen Museums München, lernte die Klasse besonders deren Ansatz kennen, mit antisemitischem Denken in der Gesellschaft umzugehen und Vorurteilen entgegenzuwirken. Frau Baur betonte, dass es ihnen im Vordergrund darum gehe, jüdisches Leben in all seiner Diversität darzustellen, Geschichten über jüdisches Leben in München damals und heute zu erzählen und sich nicht, wie häufig geschehen, sich auf die Zeit des Holocaust zu konzentrieren. Sie wollten damit auch der medialen Darstellung jüdischer Mitmenschen entgegenwirken, die sich zu oft auf Unterschiede versteife, das Fremde herausstelle und eine homogene Gruppe zeichne.

Als weiteren Experten hatte die Klasse Igor Swiderski, den Leiter einer messianisch-jüdischen Gemeinde in München, ans HLG eingeladen. Igor erzählte sehr anschaulich seine eigene bewegte Lebensgeschichte und erklärte, was es bedeutet, ein messianischer Jude zu sein, einer, der an Jesus Christus als den Erlöser glaubt. Besonders als er den Schüler*innen schilderte, wie er vor einigen Jahren mit einer Gruppe friedlicher Demonstranten ins Fadenkreuz aggressiver Israelkritiker gelangte, wurde deutlich, was es heißt, zu einer Gruppe der Gesellschaft zu gehören, der häufig mit Hass begegnet wird. Stattdessen warb Igor auf beeindruckende Weise für den Mut, sich gegen Antisemitismus zu positionieren, so wie einen wertschätzenden Umgang der Menschen untereinander.

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