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Vom Hans-Leinberger-Gymnasium in die Schweiz


Andreas Huber besucht seine ehemalige Schule

Andreas Huber ist weit herumgekommen und viel beschäftigt. Umso mehr freuten wir uns, dass er sich die Zeit nehmen konnte, Schülern der Q 11 und Q 12 im Rahmen der bewährten Reihe „Zu Gast am HLG“ seinen Beruf des Bauingenieurs in Zusammenhang mit der Studien- und Berufsorientierung nahe zu bringen. „Es ist schon ein ganz besonderer Moment, wenn man nach 20 Jahren seine Schule wieder betritt“, sinnierte Huber zu Beginn, der im Jahr 1998 am HLG sein Abitur ablegte. Heute lebt der Bauingenieur mit seiner Partnerin in der Schweiz, wo er unter anderem am Bau des Gotthard-Tunnels beteiligt war.

Aber greifen wir nicht vorweg. Zuerst begann Andreas Huber seinen Vortrag mit einem Brainstorming zum Thema Bauwesen, dabei stellte sich schnell heraus, dass ein Bauingenieur nicht nur in Gummistiefeln und Helm am Bau anzutreffen ist, sondern auch in den Bereichen Energie, Wasserkraft, Immobilien, bei einer Versicherung, in Forschung und Lehre, in Behörden oder als Sachverständiger tätig sein kann. Für die Ausübung dieses vielseitigen Berufs, der auch immer mehr von Frauen ausgeübt wird, braucht man eine hohe Affinität zu Technik und Mechanik, aber auch zur Mathematik und eine große Freude an der Natur. Kommunikationsfähigkeit und die Freude an Zusammenarbeit sowie die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen seien laut Huber die grundsätzlichen Voraussetzungen für das Bauingenieurwesen. Dass er von seinem Beruf begeistert ist und dafür begeistern kann, zeigen seine zahlreichen Projekte, an denen er schon beteiligt war: Die S- Bahn-Stammstrecke in München, die Nord-Süd-Stadtbahn in Köln und als besonderes Highlight der Bau des Gotthard-Basis-Tunnels in der Schweiz. Die acht jährige Arbeitszeit am Gotthard dokumentiert Huber mit interessanten Fotos, die ihn bei der Arbeit in und am Tunnel zeigen.

Gerade ist er bei der Zentralbahn AG, einer der größten und innovativsten Meterspurbahnen der Schweiz, beschäftigt, wo er als Projektleiter Infrastruktur tätig ist.

Da sich das HLG gerade in der Phase der Generalsanierung befindet, ist der Besuch des ehemaligen Leinberger besonders interessant. Dass bei diesem Projekt die Einhaltung des Bauablaufs und eine solide Planung besonders wichtig seien, stellt Huber dem Auditorium anschaulich dar.
Mit dieser fachmännischen Analyse zaubert er ein Lächeln auf die Lippen des stellvertretenden Schulleiters Ulrich Kosterhon, der ihm in Anschluss an die Veranstaltung herzlich für sein Kommen dankt. Schließlich ist Kosterhon mit der Generalsanierung des HLG betraut und hat selbst schon Erfahrungen am Bau gesammelt.
So hätte man keinen besseren Zeitpunkt finden können, um Andreas Huber ans HLG einzuladen, denn in der Umbauphase des Gymnasiums quasi einen Experten vor Ort zu haben, war in jeder Hinsicht ein Gewinn für unsere Schule.

 

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