Auf Entdeckungsreise durch die Welt der Naturwissenschaften

Raus aus dem Klassenzimmer und rein in die Welt der Experimente! Als ich die Zusage für die Teilnahme am Naturwissenschaftlichen Camp am Ludwigsgymnasium in Straubing erhielt, war meine Vorfreude riesig. Am 14.7.2026 war es dann endlich so weit: Ein ganzer Tag voller Versuche, rauchender Köpfe und spannender Entdeckungen lag vor mir. Zusammen mit anderen naturwissenschaftsbegeisterten Jugendlichen der 6. Klassen durften wir in den Bereichen Physik, Biologie und Chemie wertvolle Aha-Momente sammeln.
Zu Beginn der Veranstaltung wurden wir herzlich in Empfang genommen. Nach einer kurzen Ansprache wurden wir unseren Gruppen zugelost. Für mich ging es zunächst in den Physiksaal und um das Thema Binärzahlen. Nach den theoretischen Grundlagen bekamen wir den Auftrag, eine Schüttellampe herzustellen. Ziel war es, kleine Lämpchen durch binäre Codes und reine Bewegung zum Leuchten zu bringen. Dazu wurde um eine Spule Kupferdraht gewickelt und die Enden verlötet. Anschließend bohrten wir zwei Löcher und befestigen sowohl ein rotes als auch ein gelbes LED-Licht an der Spule. Jetzt fehlte nur noch die Magnetpower. Dazu zersägten wir Plastikrohr und drei Holzstäbchen. Die kleinen Holzstäbchen verknüpften wir mit drei straken Magneten und befestigten sie im Inneren des Plastikrohrs. Zum Schluss wurde dieses noch mit Klebeband bombenfest verschlossen. Das Experiment war geglückt. Je nachdem in welche Richtung das Plastikrohr geschwenkt wurde bewegte sich die Spule über die Magnete und auf Grund der erzeugten Spannung leuchtete entweder das rote oder das weiße Lämpchen.
In der Mittagspause stärkten wir uns alle in der Schulmensa, bevor es für mich im Kurs Biologie hieß: „Vorhang auf für die Asseln!“ Nach kurzer Skepsis verschwanden alle Bedenken und es gab keine Berührungsängste mehr. Zuerst mussten wir die kleinen Tierchen dazu bewegen in eine Röhre zu krabbeln, bevor wir sie unter einem Mikroskop bestaunen konnten. Besonders faszinierend fand ich das schlagende Herz der Assel beobachten zu können – ein wirklich einmaliges Erlebnis! Im Anschluss daran bekamen wir den Forschungsauftrag herauszufinden, ob Asseln eher warmes oder kaltes Klima bevorzugen. Dazu nutzten wir zwei Petrischalen, die durch einen Gang miteinander verbunden waren. Unter die eine Schale wurde ein warmer Thermoakku, unter die andere ein Kälteakku gelegt. Dann hieß es: „Manege frei für 10 Asseln!“ Fünf Minuten beobachteten wir gespannt, für welche Schale sich die Tierchen entschieden. Das Ergebnis: Asseln sind auf Grund ihrer Kiemen echte Kälteliebhaber! Nach einem kurzen Quiz beendeten wir unsere Versuchsreihe mit einem lustigen Asselwettrennen. Unter lautstarken Anfeuerungsrufen traten die Asseln gegeneinander an und die Freude war groß, als meine Assel als erstes die Ziellinie überquerte. Als Andenken bekamen wir noch einen Schlüsselanhänger, den selbstverständlich eine Assel ziert.
Am Nachmittag gehörte dann uns die Bühne. In drei Gruppen präsentierten wir unseren Eltern stolz die Ergebnisse aus den drei Forschungsgruppen. Zum Schluss möchte ich mich bei Frau Vilser und Frau Eck, sowie der Schulleitung für diesen eindrucksvollen und lehrreichen Tag bedanken, der leider viel zu schnell verflogen ist!
Juliane Held

