Evangelische Religionslehre

1. Fachprofil

Der evangelische Religionsunterricht hat im Fächerkanon der Schule die Aufgabe, der Kommunikation der Schüler mit der christlichen Tradition in der gegenwärtigen Welt zu dienen. Mit dem Religionsunterricht nimmt die Kirche Bildungsverantwortung in der pluralen Gesellschaft am Ort der Schule wahr. Sie tut dies in konfessioneller Deutlichkeit und ökumenischer Offenheit. Der Religionsunterricht geschieht unter den Gegebenheiten und Bedingungen der Schule und wird von Kirche und Staat gemeinsam verantwortet.

Weitere Ausführungen zum Fachprofil:

2. Allgemeine Informationen/Lehrplan/Lehrwerke

Am konfessionellen Religionsunterricht nehmen alle getauften Evangelischen Kirchenmitglieder teil, wobei die Kirchenmitgliedschaft durch die Eltern bei der Anmeldung an der Schule mitgeteilt wird. Daneben haben Nichtgetaufte die Möglichkeit, auf Antrag am Unterricht teilzunehmen. Dies kommt mehrfach vor und wird in der Regel gestattet. Dieser Antrag ist einmalig zu stellen und gilt bis auf Widerruf. Selbstverständlich steht es allen Eltern und den volljährigen Schülern frei, von ihrem Grundrecht auf Religionsfreiheit Gebrauch zu machen und ihr Kind vom Religionsunterricht abzumelden, was dann die Teilnahme am Ethikunterricht zur Folge hat. Eine Abmeldung vom Religionsunterricht muss zum Ende des Schuljahres beantragt sein.
Am HLG wird die evangelische Religionsgruppe aus mehreren Klassen zusammengesetzt, sodass zwischen 20 und 28 Schüler eine Lerngruppe bilden, die dann weitestgehend gemeinsam bis zum Abitur zusammenbleibt. Bei deutlich über 30 Schülern gibt es zwei Gruppen, z.Zt in den Jahrgangsstufen 5 und 12. Religionsunterricht ist bis zum Abitur verpflichtend zu belegen. Im Abitur gehen drei von vier Halbjahresleistungen in das Gesamtabiturergebnis ein.
Ein erheblicher Anteil der Oberstufenschüler nimmt auch die Möglichkeit wahr, in Evangelischer Religionslehre die Abiturprüfung abzulegen. Dies kann schriftlich oder - häufiger gewählt - mündlich passieren. Zudem gibt es regelmäßige Angebote, das geforderte W- oder P- Seminar unter dem Leitfach evangelische Religionslehre abzuleisten. Diese Seminare sind auch für kath. Schüler offen.

Lehrplan:
Hier finden Sie den Lehrplan evangelische Religionslehre für das Gymnasium in Bayern:

3. Seminare/Projekte/Exkursionen

Seminare:

Im Schuljahr 2018/19 wird ein Seminar zum Thema "Gottessucher und Gotteszweifler" angeboten.
Mögliche Seminararbeitsthemen sind :

  • Augustin oder die Sehnsucht nach Gott.
  • Ein feste Burg ist unser Gott – Luthers Gottvertrauen.
  • Angst vor Jehova? Wie Sekten von Gott reden.
  • Opium des Volkes – Karl Marx Gotteskritik.
  • Tilman Moser – Gottesvergiftung.
  • Gottesbeweise – Thomas von Aquin und Anselm von Canterbury.
  • Gott, der ganz Andere – Karl Barth und sein Widerstand im Dritten Reich.
  • Das, was uns unbedingt angeht – Paul Tillich im Dialog mit Religionssoziologen.
  • Gott ist tot – Friedrich Nietzsche.
  • Gott als psychologische Größe – Sigmund Freud und Carl Gustav Jung.
  • Existiert Gott? Hans Küng.
  • Dawkins, Der Gotteswahn – Kritik eines Naturwissenschaftlers.
  • Der gnädige Gott des Paulus.
  • Der, dessen Name nicht genannt wird – die Ehrfurcht im jüdischen Gottesglauben.


Ökumenische Zusammenarbeit:

Bei den Besinnungstagen, bei gemeinsamen Schulgottesdiensten arbeiten wir eng mit der kath. Fachschaft zusammen.

4. Links

Informationen aus der Bayerischen evangelisch-lutherischen Kirche gibt es hier.

Weiterführende Einblicke bietet das Portal der EKD.

net;h-l-g;sekretariat